Internationales


IG BAU setzt sich mit kolumbianischen Gewerkschaften für Rechte der Beschäftigten ein

von links: Fritz Heil (IG BAU), Tarsicio Mora Godoy (CUT), Miguel Morantes Sabogal (CTC) und Guillermo Correa (ENS).<br />© IG BAU
von links: Fritz Heil (IG BAU), Tarsicio Mora Godoy (CUT), Miguel Morantes Sabogal (CTC) und Guillermo Correa (ENS).
© IG BAU
15.06.2012
Die Bedingungen für Beschäftigte und Gewerkschaften haben sich in Kolumbien nicht verbessert, berichten drei Vertreter der kolumbianischen Gewerkschaften bei ihrem Besuch in Europa. Sie wollen die Parlamentarier in Europa gemeinsam mit der IG BAU und den anderen DGB-Gewerkschaften über die wahre Situation der Beschäftigten in Kolumbien aufklären. Denn die europäischen Parlamentarier werden demnächst über ein Freihandelsabkommen zwischen EU und Kolumbien abstimmen. Dieses soll angeblich dazu beitragen, Menschen- und Arbeitsrechte besser durchzusetzen, so steht es zumindest auf dem Papier.

Doch die Landvertreibungen, Morde an Gewerkschaftern, Folter und die Straflosigkeit in Kolumbien gehen weiter. Zwar gibt die kolumbianische Regierung vor, die Situation der Beschäftigten zu verbessern. Doch die Erfahrung der Gewerkschafter in Kolumbien zeigt, dass dies meist nur Rhetorik ist. Kolumbien ist nach wie vor von internen bewaffneten Konflikten geprägt und hält soziale und rechtsstaatliche Mindeststandards nicht ein.

Das Signal der kolumbianischen Gewerkschafter an die europäischen Parlamente ist deshalb eindeutig. Sie sollen das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kolumbien ablehnen, solange es der kolumbianischen Regierung nicht gelingt, die Rechte der Menschen und Beschäftigten in Kolumbien wirksam zu schützen. Auch die IG BAU lehnt das Freihandelsabkommen ab. Sie setzt sich dafür ein, dass die kolumbianische Regierung ihrer Verantwortung für die Beschäftigten und für den Schutz der Menschenrechte endlich wirksam nachkommt.

Zu Besuch sind Tarsicio Mora Godoy, Vertreter des kolumbianischen Gewerkschaftsbund CUT, Miguel Morantes Sabogal, Vertreter des kolumbianischen Gewerkschaftsbundes CTC und Guillermo Correa, Vertreter des kolumbianischen Gewerkschaftsinstitut ENS. Ihr Besuch führt sie nach Brüssel, Bremen, Hamburg, Berlin und Hannover.

Ein Beitrag unseres Kollegen Fritz Heil.