Arbeit und Wirtschaft


Kraftvolles Signal von 160 Aktiven im Wahljahr: Mit der IG BAU ist zu rechnen

Bezirksbeiräte-Tagung der IG BAU-Westfalen in Haltern mit Rekord-Teilnehmerzahl

Volles Haus bei der Bezirksbeirätetagung
Volles Haus bei der Bezirksbeirätetagung © IG BAU (R+W)
22.04.2013
Volles „Westfalen-Haus“ mit Polit-Botschaft: „Mit der IG BAU Westfalen ist zu rechnen. Wir werden in den Wahlkreisen genau hinsehen, ob die Interessen der Beschäftigten bei den Bundestagskandidaten gut aufgehoben sind. Oder ob wir es mit politischen Mogelpackungen zu tun haben.“

In deutlichen Worten fasste Regionalleiter Carsten Burckhardt die politische Botschaft zusammen, die am Wochenende von der Bezirksbeiräte-Tagung der IG BAU Westfalen ausging. Und es war ein kraftvolles Signal.

Bereits zum sechsten Mal trafen sich Ehrenamtliche aus den fünf Bezirksverbänden der IG BAU Westfalen, um engagiert zu diskutieren und sich auszutauschen. Aber auch, um Know-How und Best-Practise-Beispiele für die Arbeit in den Bezirks-, Kreis- und Ortsverbänden sowie auf den Baustellen und in den Betrieben mitzunehmen. Mittlerweile hat sich dieses - innerhalb der IG BAU bislang einmalige Forum - nicht nur etabliert, sondern ist zu einem echten Mitglieder-Magneten geworden.

Über 160 Aktive hatten sich für das Wochenende in der Bildungsstätte der IG BCE in Haltern am See angemeldet. „Wir sind so viele, dass wir in Schichten essen müssen und noch Kollegen auf der Warteliste haben“, fasste IG BAU-Regionalleiter Carsten Burckhardt die Resonanz zusammen.

Heinrich Echterdiek. BZV-Vorsitzender OWL beim Rückblick der letzten 12 Monate © IG BAU (R+W)

Sichtlich wohl im Kreis so vieler ehrenamtlich Engagierter „seiner“ Gewerkschaft fühlte sich IG BAU-Chef Klaus Wiesehügel. Zu Beginn der Bezirksbeiräte-Tagung traf er mit seiner Rede das Herz der IG BAUler. Pointiert und prägnant bilanzierte er die Berliner und die europäische Politik im Wahljahr 2013. Und er legte den Finger in die Wunde – etwa bei der Rente mit 67. Hier stellte er das IG BAU-Modell eines neuen „Altersflexi-Geldes“ für ältere Bauarbeiter vor, die in ihrem Job aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Vollzeit arbeiten können. Mit der „Alters-Flexi“ will die IG BAU den Übergang in den Ruhestand sozialverträglich gestalten. Klaus Wiesehügel: „Hierfür wollen wir die Politik gewinnen.“

Zugleich zeigte Wiesehügel die Erfolge der IG BAU anhand der Tarifpolitik und des Wohnungsbaus auf. „Wir haben allen Grund stolz und selbstbewusst zu sein“, rief der Bundesvorsitzende den Beiräten zu.

© IG BAU (R+W)

Eine Menge Know-How gab es in insgesamt sieben Workshops. Von „A“ wie „Aktuelles aus dem Arbeitsrecht“ bis zu „Z“ wie „Zeitungswissen als Grundlage für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit“ konnten die Ehrenamtlichen Praxis-Tipps mitnehmen. Eine besondere Rolle spielte neben der Gewerkschaftsarbeit im Betrieb hier auch die Rente.

Am Ende der zweitägigen Bezirksbeiräte-Tagung gab es für IG BAU-Regionalleiter Carsten Burckhardt und seinen Stellvertreter Bodo Matthey von den Ehrenamtlichen ein dickes Lob. „Das, was hier passiert, ist Mitmach-Gewerkschaft par excellence. Wir nehmen hier nicht nur eine Menge mit. Das Ganze hat auch sehr viel Spaß gemacht“, fasste ein Aktiver die Stimmung in Haltern am See zusammen.

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