Bildung / Berufsbildung


LobbyControl kritisiert Einfluss der Wirtschaft an Schulen: DGB und GEW fordern Prüfstelle für Unterrichtsmaterialien

Für Mitmacher: Offenen Brief an die Bildungsministerien unterschreiben!

30.04.2013
LobbyControl hat am heutigen Dienstag ein Diskussionspapier über Lobbyismus an Schulen veröffentlicht. Darin legt der Verein für Transparenz und Demokratie die Methoden und Motive von Lobbyisten offen und benennt die Gefahren der Einflussnahme. Parallel fordert LobbyControl die BildungsministerInnen in einem offenen Brief dazu auf, dem zunehmenden Lobbyismus an Schulen entgegenzuwirken. Auch DGB und GEW haben den massiven Zugriff der Wirtschafts- und Finanzbranche auf Schulen in einem gemeinsamen Schreiben an die Bildungsministerien der Länder scharf kritisiert und eine Prüfstelle für Unterrichtsmaterialien gefordert.

Wie eine Studie der Universität Augsburg herausgestellt hat, gibt es online bereits rund eine Million kostenlose Unterrichtsmaterialien von kommerziellen Anbietern, die keiner Qualitätskontrolle unterliegen. Solche Materialien werden erfahrungsgemäß genutzt, um Produkte zu bewerben und über Inhalte die Denk- und Handlungsweise von SchülerInnen zu beeinflussen. Um dieses unredliche Vorgehen transparent zu machen, müssen, laut DGB und GEW, in einem ersten Schritt Herausgeber und Finanzierungsstruktur auf den Unterrichtsmaterialien kenntlich gemacht werden. Dies würde LehrerInnen dabei helfen, über den Absender auf Interesse und Ausrichtung schließen zu können.


Unterschreiben! Offener Brief an die Bildungsministerien

DGB und GEW: Forderung nach einer Prüfstelle für Unterrichtsmaterialien