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Maler und Lackierer: IG BAU setzt gleichen Mindestlohn für Gesellen in Ost und West durch


© IG BAU (Paul Schimweg)
Frankfurt am Main, 23.11.2016
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die rund 200 000 Beschäftigten im Maler- und Lackiererhandwerk höhere Mindestlöhne durchgesetzt. In der zweiten Verhandlungsrunde einigten sich gestern Abend die IG BAU und der Bundesverband Farbe Gestaltung Bautenschutz auf eine stufenweise Anhebung.

„Die Angleichung der Branchen-Mindestlöhne für Gesellen in Ost und West war überfällig. Die Erfahrung mit der bereits angeglichenen Lohnuntergrenze für Ungelernte zeigt, dass es den Betrieben nicht schadet und gleichzeitig den Wettbewerb fairer gestaltet, weil eine Konkurrenz auf Kosten der Beschäftigten verboten ist“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 30. April 2021. Die Erklärungsfrist der Tarifvertragsparteien endet am 9. Dezember 2016.

Folgende Anhebungsschritte wurden im Einzelnen vereinbart:

Mindestlohn I (für ungelernte Arbeiter) im gesamten Bundesgebiet

derzeit (seit 1. Mai 2016)10,10 EURO
ab 1. Mai 201710,35 EURO
ab 1. Mai 201810,60 EURO
ab 1. Mai 201910,85 EURO
ab 1. Mai 202011,10 EURO

Mindestlohn II (für Gesellen)

West (inkl. Berlin )Ost
derzeit (seit 1. Mai 2016)13,10 EURO (Berlin 12,90 EURO)11,30 EURO
ab 1. Mai 201713,10 EURO11,85 EURO
ab 1. Mai 201813,30 EURO12,40 EURO
ab 1. Mai 201913,30 EURO12,95 EURO
ab 1. Mai 2020
13,50 EURO