Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit


Seit 18 Jahren illegal

"Wenn man gut ist, bekommt man den Job"

09.09.2009
In der Frühstückspause liest Hajdar Gaberi die Bild-Zeitung. Das Foto seiner Frau trägt er in der Geldbörse immer bei sich. Er findet es in Ordnung, dass man für das Fernsehprogramm GEZ-Gebühr zahlt, und verurteilt Schwarzarbeit: Wie es denn angehen könne, dass jemand Geld vom Staat nehme und gleichzeitig dazuverdiene? Vorarbeiter Hajdar Gaberi ist aufgeschlossen und verantwortungsbewusst. Ein Kollege, wie er auf jeder Baustelle zu finden ist. Mit einem kleinen, aber alles entscheidenden Unterschied:

Nach dem Gesetzestext ist er ein Schwarzarbeiter. Doch seine Motive unterscheiden sich von denen vieler anderer. Er will keine Vorteile ergattern, sich vor Steuern und Sozialabgaben drücken. Die würde er lieber heute alsmorgen zahlen. Denn damit wäre er ein ganz normaler Arbeitnehmer. Und ein freier Mann.

Dann könnte er abends mit dem Kollegen ein Bier trinken gehen, wieder Auto fahren, ohne die ständige Angst im Nacken, bei einer zufälligen Kontrolle aufzufliegen. Vielleicht dürften sogar seine Frau und die drei Kinder bei ihm leben. Doch das werden Träume bleiben.

Denn Hajdar Gaberi aus dem ehemaligen Jugoslawien, Sohn eines „Gastarbeiters“,
hat kein Visum und keine Arbeitserlaubnis. Der 42-Jährige ist ein
Papierloser, ein Illegalisierter.

Die vollständige Geschichte von Hajdar Gaberi ist eine Reportage von Michaela Ludwig aus der September-Ausgabe 2009 der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann". Download zum weiterlesen rechts unter Aktuelles Material.

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