Illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit


Illegale Beschäftigung: Zoll deckt rund 190 000 Fälle auf

20.03.2008
Schwarzarbeit bedroht die Jobs auf dem Bau. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) wies anlässlich der aktuellen Zahlen der Hauptzollämter auf die Brisanz des Themas „Illegale Beschäftigung“ hin. Insgesamt hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) im vergangenen Jahr 192.561 Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Insgesamt hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) im vergangenen Jahr 192.561 Ermittlungsverfahren eingeleitet. „Dies zeigt, dass illegale Beschäftigung – insbesondere auf dem Bau – kein Einzelphänomen ist“, sagt IG BAU-Vorsitzender Klaus Wiesehügel.

Die Fahnder haben laut Ermittlungsbilanz der Hauptzollämter bundesweit 62.256 Arbeitgeber überprüft. Dabei ging es um hinterzogene Steuern, nicht gezahlte Sozialabgaben und Beiträge zur Urlaubskasse der Bauarbeitnehmer, die Arbeitgeber nicht abgeführt haben.

„Dies sind kriminelle Machenschaften der Unternehmer“, sagt der IG BAU-Vorsitzende. Leider bezahlten regulär Beschäftigte diese illegalen Praktiken nicht selten mit ihrem Job. Unternehmer, die ihre Arbeitnehmer korrekt beschäftigen, hätten es schwer, sich im Wettbewerb gegen unseriöse Dumping-Firmen zu behaupten. Umso wichtiger sei die Arbeit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

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