Gesundheit und Rente


Rente mit 63: Frühverrentungsszenarien der Arbeitgeber sind Stimmungsmache


© DGB / Steinle
09.01.2014
Die Arbeitgeber poltern gegen die geplante Rente mit 63. Doch nicht mal ein Drittel der Beschäftigten schafft die 45 Versicherungsjahre, die dafür Bedingung sein sollen. "Wer so lange fleißig gearbeitet hat, muss in den Ruhestand gehen können, ohne am Ende mit Abschlägen bestraft zu werden", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.

„Die Frühverrentungsszenarien der Arbeitgeberverbände sind reine Stimmungsmache. Fakt ist, dass mit 31,7 Prozent nicht einmal ein Drittel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer 45 Versicherungsjahre schaffen. Wer so lange fleißig gearbeitet hat, muss in den Ruhestand gehen können, ohne am Ende mit Abschlägen bestraft zu werden.

Die Arbeitgeber sollten sich ihrer Verantwortung stellen und endlich mehr für die Beschäftigung Älterer zu tun. Schließlich sind nur 30,5 Prozent der 60- bis unter 65-Jährigen in einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung müssen die Arbeitgeber vor allem mehr in die Gesundheit der Beschäftigten investieren und den boomenden Psychostress am Arbeitsplatz abbauen.“