Gesundheit und Rente


Rente muss für ein gutes Leben reichen


© IG BAU (Devin Can)
18.11.2016
Rente und Altersarmut waren ein wichtiges Thema bei der Klausur des IG BAU-Gewerkschaftsbeirats Mitte November. „Es kann nicht sein, dass so viele Leute durch die Roste fallen“, sagte Annelie Buntenbach, DGB-Bundesvorstandsmitglied auf der Klausur in der Bildungsstätte Steinbach. „Wir müssen zurück zum früheren Konsens, wer lange einzahlt, muss am Ende in Würde von der Rente leben können.“

In ihrem Vortrag stellte sie klar, dass das bei einem „weiter so“ in der Rentenpolitik selbst Normalverdienern nicht mehr möglich sein wird. Es wurde zu lange nur auf die Finanzierung geschaut und zu wenig darauf, was an Leistungen herauskommt. So kann man schon heute errechnen, dass etwa ein Dachdecker-Geselle, der nach Abzug der Sozialabgaben heute 1044 Euro im Monat hat, im Jahr 2030 nur noch 938 Euro Rente erhält.

Buntenbachs Botschaft kam an: „Wir müssen die gesetzliche Rente stärken. Sie ist zentral für die Lebensqualität im Alter.“ IG BAU-Bundesvorsitzender Robert Feiger ergänzte, dass die DGB-Gewerkschaften die Stärkung der gesetzlichen Rente zu einem entscheidenden Thema im kommenden Bundestagswahlkampf machen werden. „Riester ist gescheitert“, sagte Feiger. „Durch privates Sparen kann die Lücke im Alter nicht gestopft werden. Deshalb lohnt es sich, für einen Kurswechsel in der Rentenpolitik zu kämpfen.“

Ein Beitrag unseres Kollegen Ruprecht Hammerschmidt.