Internationales


"Schutzhelme für Bildung"

Aufruf der BHI zur Unterstützung von Familien von in Katar verletzten oder getöteten Arbeitnehmern


14.06.2016
Zahlreiche internationale Medien und Institutionen weisen seit geraumer Zeit auf die schwierigen Arbeits- und Lebensbedingungen von Arbeitsmigranten bei den vorbereitenden Bauarbeiten für die im Jahr 2022 in Katar stattfindende Fußballweltmeisterschaft hin.

Die Erstellung einer genauen Statistik über die Anzahl der Arbeitsmigranten, die bei der Ausübung ihrer Tätigkeit verletzt bzw. getötet wurden, erweist sich als schwierig. Allerdings lässt sich auf der Grundlage der von den in Katar vertretenen Botschaften erhobenen Daten festhalten, dass sich die Zahl bislang auf mindestens 1.200 Arbeitnehmer beläuft.

Auch bei der BHI gehen regelmäßig Berichte über Arbeitnehmer ein, die bei der Verrichtung ihrer Tätigkeiten verletzt bzw. getötet wurden. Diese Arbeitsunfälle hätten durch die Umsetzung angemessener Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen problemlos verhindert werden können.

In vielen Fällen haben die Arbeitsmigranten die Kosten für die medizinischen Behandlungen infolge der Arbeitsunfälle selbst zu tragen. Auch liegen Berichte darüber vor, dass die Arbeitnehmer untereinander Geld für die Rückführung von bei Arbeitsunfällen getöteten Freunden oder Kollegen in ihr Heimatland gesammelt haben, da einige Arbeitgeber die Übernahme dieser Kosten verweigert hatten. Die zurückbleibenden Familien erhalten häufig geringe oder gar keine Entschädigungsleistungen, sodass sie oft ohne jegliches Einkommen zu leben haben.

Durch den Verkauf von Schutzhelmen richtet die BHI derzeit einen Solidaritätsfonds zur Unterstützung der Arbeitsmigranten in Katar sowie ihrer Familien in den Heimatländern ein.

Die BHI ruft dazu auf, diese Aktion durch Spenden zu unterstützen und so dazu beizutragen, dass die Kinder und Familienmitglieder von bei Arbeitsunfällen in Katar verletzten oder getöteten Arbeitsmigranten finanzielle Unterstützung für eine schulische oder berufliche Ausbildung erhalten. Durch die Unterstützung einer kontinuierlichen Schul- oder Berufsausbildung soll ein Beitrag für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der einzelnen Familien sowie ihrer Gemeinschaften geleistet werden.

Spendenkonto:

BANQUE COOP
6-8 Place Longemalle
1204 Genève
Switzerland

SWIFT CODE (= BIC) COOPCHBB

INTERNATIONALE DES TRAVAILLEURS DU BATIMENT ET DU BOIS / IBB
54, route des Acacias,
1227 Carouge
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