IG BAU - die tun was!


Selbst Bauleute staunen bei der Baustelle des „Hafens der Zukunft“


© JadeWeserPort Logistics Zone GmbH & Co. KG
02.09.2011
An 1.000 Metern Kai wird er Containerschiffe mit mehr als 400 m Länge aufnehmen können, wenn er am 5. August 2012 in Betrieb geht: der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, östlichster tideunabhängiger Container-Tiefwasserhafen in Nordeuropa. In der zweiten Baustufe kommen dann noch einmal mehr als 700 Meter Kai bis zum 5. August 2013 dazu. Eine gigantische Baustelle – die viele Kolleginnen und Kollegen vom Bau neugierig macht.

Anfang August konnte Kurt Michaelis, Vorsitzender der örtlichen IG BAU-Senioren und Mitglied im Bundesseniorenvorstand einer Gruppe von 58 IG BAU-Kolleginnen und Kollegen aus Osnabrück den Stand der Bauarbeiten präsentieren. Bevor es zur „Baustelle“ ging, gab es einen Empfang im Rathaussaal durch Oberbürgermeister Eberhard Menzel. Er gab den Gästen erste Informationen über die Stadt und zum JadeWeserPort.

Natürlich sind die Leute vom Bau wissbegierig und möchten auch gerne bauliche Details näher kennenlernen. Die lieferte ihnen Kurt, der auch zur Aktionsgruppe Weser-Ems im Bezirksverband Nordwest-Niedersachsen ist, im Kreuzelwerk mit einem Power-Point-Vortrag und ging dabei mit aktuellen Bildern auf Einzelheiten und Feinheiten der Baustelle und des Betriebs ab 2012 ein. Wer wie die Kollegen vom Bau täglich mit Beton und Steinen arbeitet, bekommt bei diesen Mengen eine Vorstellung: 80.000 Kubikmeter Beton haben die Bauleute bisher dort verarbeitet, dazu 80.000 Tonnen Stahl und rund 1 Million Steine für die Dämme. Eine saubere Arbeit von Bauarbeitern – was leider viel zu oft vergessen wird.

Nach so vielen Bildern und Erklärungen war es Zeit für einen persönlichen Eindruck. Vom Dach des Info-Centers hat man einen guten Blick über das riesige Gelände. Dazu gab’s noch mehr Informationen. Die Gäste erfuhren, dass allein für die Ausbaggerung der 18 Meter tiefen Fahrrinne die Extra-Anfertigung eines neuen Schneidkopfsaugbaggers von 104 Meter Länge und 17 Meter Breite im Einsatz ist. In der hinter dem Terminal liegenden 160 Hektar großen Logistic Zone laufen derzeit die Erschließungsarbeiten mit der Verlegung der insgesamt ca. 14 Kilometer Schmutz- und Regenwasserkanalrohre, der Versorgungsrohre für Gas, Wasser und Strom sowie die Arbeiten an der Haupterschließungsstraße.
Unmittelbar am neuen Container-Terminal schließt sich die Baustelle des neuen Kohlekraftwerkes der GDF Suez an. Ca. 1.500 Arbeitnehmer, größtenteils aus der Region, sind damit beschäftigt, das 800-MW-Kraftwerk zu erstellen. „Wie man es auch dreht – es ist alles eine Sache der guten Planung“, faßt ein BAU-Praktiker aus Osnabrück das Gesehene zusammen. Die Besuchergruppe war am Ende des Tages sehr zufrieden, aber auch beeindruckt von der Größe und vom Baufortschritt dieser Hafenanlage. Die BAU-Kollegen konnten wieder einmal stolz auf ihren Beruf sein, der ein solches Bauwerk überhaupt erst ermöglicht.

Die Baustelle des JadeWeserPort ist für die IG BAU Nordwest-Niedersachsen ein ganz besonderer Anziehungspunkt. Einerseits eine Baustelle, auf der die dort arbeitenden Kollegen besucht und betreut werden. Aber auch eine ganz besondere Attraktion, für die es für die aktiven Kolleginnen und Kollegen im Bezirksverband auch schon mal eine ganz besondere Besichtigung per Barkasse gibt. Die gewaltige Baustelle vom Wasser aus erleben, das beeindruckt auch die „einheimischen“ Kolleginnen und Kollegen. Und so plastisch wie am JadeWeserPort lässt sich selten zeigen, was Bauarbeiter erschaffen.

Kurt Michaelis bereitet sich derweil auf seine nächste Gruppe vor – Ende September kommen IG BAUler aus Köln. Auch sie werden von ihm wieder mit viel Sachkenntnis begleitet und mit vielen informativen und nicht nur für Bauleute spannenden Details versorgt.

Wer den JadeWeserPort besichtigten möchte, kann das auch ganz individuell. Wann und wie das möglich ist, erfährt man im InfoCenter.

IG BAU – die tun was!


Mit Material unserer Kollegen Kurt Michaelis und Dieter Gehrken.

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