Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Solidarisch Einkaufen: Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2014

Von links: Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland, Thomas Hentschel, Harald Schaum, Hannelore Imig, Verena Exner, Referatsleiterin "Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft", DBU.
Von links: Prof. Dr. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland, Thomas Hentschel, Harald Schaum, Hannelore Imig, Verena Exner, Referatsleiterin "Umweltkommunikation in der mittelständischen Wirtschaft", DBU. © Franziska Lutz/ DUK
06.05.2014
Es fungiert als Lotse für ökologisches und soziales Büro-Management: das Projekt „Solidarisches Einkaufen“ des Peco-Instituts in Berlin. Bundesweit berät es Büros und Geschäftsstellen der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) beim Einkauf und bei den Abläufen im Büroalltag. Im Fokus der neuen „Büro-Pädagogik“: soziale Standards, fairer Handel und ökologisches Wirtschaften.

Dafür erhielt das Projekt am 29. April bei der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück internationale Anerkennung:

Die Deutsche UNESCO-Kommission hat „Solidarisch Einkaufen“ als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ 2014 ausgezeichnet. Harald Schaum, stellvertretender Bundesvorsitzender der IG Bauen-Agrar-Umwelt, nahm die Auszeichnung (eine Urkunde, einen Stempel, eine Fahne) gemeinsam mit Thomas Hentschel und Hannelore Imig vom Peco-Institut entgegen.

Das Projekt „Solidarisch Einkaufen“ gehört damit zur „Bildungselite für den Arbeitsalltag“. Die IG BAU hat sich als erste bundesweite Organisation in dieser Form coachen lassen. Die Umwelt-Gewerkschaft arbeitet im Büroalltag mit „neuer sozialer und ökologischer Rezeptur“, so das Peco-Institut. Dazu gehöre das Ressourcensparen von Energie bis zu Papier genauso wie der nachhaltige Einkauf von Büromaterial. Ebenso gehe es um soziale Kriterien bei der Auswahl externer Dienstleister.

Der Bundesvorstand der IG BAU hat schon früh den Startschuss für das "öko-soziale Büro" gegeben, und am Tag vor der Veranstaltung den Beschluss gefasst, den solidarischen und nachhaltigen Einkauf der IG BAU als Leitlinie für die Organisation festzulegen und dafür geeignete Maßnahmen weiterhin besonders zu fördern und zeitnah umzusetzen, so Harald Schaum.

„Die IG BAU ist damit den meisten anderen Büros eine ‚soziale und grüne Nasenlänge’ voraus. Alle Bezirksverbände und Regionen (insgesamt ca. 70 Geschäftsstellen) der IG BAU haben einen Büro-Ratgeber mit Tipps für den Einkauf von Material und Dienstleistungen erhalten. Und natürlich für das Drücken der ‚Büro-Reset-Taste’ für mehr Nachhaltigkeit rund um Schreibtisch, PC, Drucker, Kopierer und Kaffeemaschine“, sagt Hannelore Imig vom Berliner Peco-Institut.

Als Leiterin des Projektes „Solidarisch Einkaufen“ hat sie für den Büroalltag ein detailliertes „Umwelt-Einmaleins“ entworfen. Dass das Projekt „Solidarisch Einkaufen“ jetzt einen internationalen „ökologischen Doktorhut“ für seine Bildungsarbeit bekommt, ist für Imig „Ansporn, weiterzumachen und überall dort für das ‚Solidarische Einkaufen’ zu missionieren, wo ein Schreibtisch steht – vom kleinen Ein-Frau- oder Ein-Mann-Büro bis zum Büroturm“.

Die Auszeichnung von Projekten der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland und damit die Arbeit der Deutschen UNESCO-Kommission wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Mit der UN-Dekade-Fahne, kann das Projekt Solidarisch Einkaufen sich nun 2 Wochen lang, gemeinsam mit 2 weiteren PECO-IGBAU Projekten, beim DGB & IGB Kongress ebenfalls vorstellen.

Mitglied werden