IG BAU - die tun was!


Thüringen: Wahlgeschenke mal von den Wählern überreicht!


© IG BAU (Klaus Schwarzbeck)
28.08.2014
Die drei Thüringer IG BAU-Bezirksvorstände hatten am 27. August im Vorfeld der Landtagswahlen am 14. September alle im Landtag vertretenen Parteien zu einem Termin geladen. Der Einladung folgten: Christina Tasch (CDU), Dr. Werner Pidde (SPD), Susanne Henning-Wellsow (Die Linke), Roberto Kobelt (Bündnis 90/Die Grünen ) und Heinz Untermann (FDP).

Bei vielen Wahlveranstaltungen wird den Bürgern in Thüringen eine bessere Politik versprochen. Was das für uns bedeutet, brachte Peter Schulze, IG BAU-Regionalleiter der Region Sachsen-Anhalt – Thüringen - Sachsen, zum Ausdruck.

Eine bessere Politik ist für die IG BAU und ihre Mitglieder, eine Politik, die den Menschen gerecht wird und die die Themen „Arbeit“, „Bildung“ und „Soziales“ in den Mittelpunkt stellt. Dabei müssen oft auch heiße Themen angepackt werden.

„Damit sie sich dabei nicht die Finger verbrennen, schenken wir ihnen ein paar Arbeitsschutzhandschuhe und fordern sie auf, auch zukünftig, die heißen Themen anzupacken“, sagte Schulze und überreichte den Politikern jeweils ein Paar Arbeitshandschuhe.
 
„Heiße Themen“ sind für die IG BAU:

Eine deutliche Weiterentwicklung des in Thüringen geltenden Vergabegesetzes, mit dem Ziel, auch den Unternehmen den Zugang zum öffentlichen Markt zu öffnen, die ihren Beschäftigten tarifliche Entgelte zahlen und sich auch sonst an tarifliche Standards ausrichten. Dazu gehört für uns: Die Aufnahme einer Lohnuntergrenze,.die Aufnahme von echten Kontroll- und Sanktionsinstrumenten.sowie ein klares Bekenntnis zum Tarifvertrag.
 
Thüringen ist nach wie vor das Land mit den längsten Arbeitszeiten und niedrigsten Löhnen. Von der zukünftigen Landespolitik erwartet die IG BAU einen weiteren Umbau der Instrumente der Wirtschaftsförderung zugunsten besserer, statt billiger Arbeitsplätze. Von der Einführung des gesetzlichen Mindestlohnes in Höhe von 8,50 Euro werden auch in Thüringen viele Beschäftigte profitieren. „Wir erwarten von der Landesregierung, dass sie sich gegenüber dem Bund für einen Stärkung der Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten zur Einhaltung des Mindestlohnes einsetzt.“

Außerdem erwarte die IG BAU von einer zukünftigen Thüringer Landesregierung, dass sie sich für eine Stärkung der regulären Arbeitsverhältnisse einsetzt. Minijobs, befristete Jobs und Leiharbeit müssen zur Ausnahme und nicht zur Regel werden. Das Niedriglohnland Thüringen braucht endlich eine Entwicklung der Löhne nach oben und der Arbeitszeit nach unten. Gemeinsames Ziel muss es sein, dass alle Beschäftigten in Vollzeit ihren Lebensunterhalt ohne staatliche Aufstockungen bestreiten können.

Das geht nur mit Tarifvertrag, das geht nur mit Mitbestimmung. „Wir fordern eine zukünftige Landesregierung auf, die richtigen Rahmenbedingungen für das Erfolgsmodell Mitbestimmung zu schaffen.“ Unternehmen mit Betriebsrat müssen bei allen vom Land eingeleiteten Maßnahmen einem Unternehmen ohne Betriebsrat vorgezogen werden. Der DGB-Index gute Arbeit weißt auch für Thüringen nach: mit Betriebs- und Personalrat arbeitet sich besser, gesünder und produktiver für die Unternehmen.
 
Thüringen hat den Ruf als „grünes Herz Deutschlands“. Einen wesentlichen Beitrag dazu leistet eine funktionierende Forstwirtschaft in ihrer Einheit von Schutz-, Nutz- und Erholungsfunktion. Die in den vergangenen Jahren durchgeführten verschiedenen Stufen der Forststrukturreform bringen die Thüringer Forstwirtschaft an den Rand der Handlungsfähigkeit. Die IG BAU erwartet von der Landesregierung klare Schritte, um hier einen Personalkorridor für eine leistungsfähige Forstwirtschaft zu schaffen.
 
„Wir sind fest überzeugt, dass insbesondere diese Punkte dazu beitragen, jungen Menschen eine Perspektive in Thüringen zu geben.“
 
Unser Land, unsere Zukunft, unsere Menschen.

© IG BAU (Klaus Schwarzbeck)

Mitglied werden


IG BAU - die tun was!