Arbeit und Wirtschaft


Vermögen verpflichtet


© Burkard Vogt / www.pixelio.de
17.02.2014
83 Prozent des privaten Vermögens liegen in den Händen von 8,4 Prozent der Weltbevölkerung. Allein in Deutschland gibt es 135 Milliardäre, denen zusammen 420 Milliarden US-Dollar gehören. Doch die deutschen Finanzbehörden profitieren nur wenig von diesem Vermögen.

2012 machten vermögensbezogene Steuern lediglich vier Prozent des gesamten Steueraufkommens aus, das sind 24,3 Milliarden und 0,9 Prozent des BIP.

Durch die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer könnten jährlich bis zu 16,5 Milliarden Euro zusätzlich in die Staatskasse fließen. Das belegen Zahlen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) in der Hans-Böckler-Stiftung. Weitere Milliarden Euro könnten durch eine Vermögensabgabe, die progressive Besteuerung von Kapitalerträgen und eine Finanztransaktionssteuer hinzu kommen.

Insgesamt sieben Wege zu höheren Staatseinnahmen durch die Besteuerung von Reichtum stellt das WSI vor. Jede dieser Maßnahmen verspricht mehrere Milliarden Mehreinnahmen.

Das WSI hat bei renommierten WirtschaftswissenschaftlerInnen Expertisen in Auftrag gegeben, um die Umsetzbarkeit der Vorschläge zu prüfen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass verschiedene Optionen einer stärkeren Besteuerung von Reichtum wirtschaftlich, rechtlich und politisch vertretbar sind.