IG BAU - die tun was!


Von der Baustelle auf die Schulbank


© Werner Tonder
27.06.2014
Am frühen Morgen waren sie auf den Baustellen, informierten die Beschäftigten über die Forderungen der IG BAU und den Stand der Bau-Tarifverhandlungen: die Aktiven aus dem IG BAU-Stadtverband Oberhausen. Sie halfen mit bei Aktionen und waren dort wo sie gebraucht wurden. Dafür bedankte sich der Stadtverband mit einer ganz besonderen Überraschung.

„Nicht nur Arbeit, sondern auch Vergnügen muss Teil des ehrenamtlichen Engagements sein“, sagt Werner Tonder, Stadtverbandsvorsitzender in Oberhausen. Nach einer erfolgreichen Tarifrunde lud der Stadtverband die aktiven Mitstreiterinnen und Mitstreiter aus dem Ehrenamt ins „Historische Klassenzimmer“ ein.

Erinnerungen an die eigene Schulzeit weckte die Leiterin des Schulmuseums, Frau Cahoj Roosen. Sie erzählte, wie es zuging in einem Klassenzimmer vor mehr als 100 Jahren. Oft wurden mehrere Klassen und bis zu 35 Kinder gemeinsam unterrichtet. Körperliche Züchtigungen wie Ohrfeigen und Tatzen (mit dem Lineal auf die flache Hand) oder auch der Rohrstock (übers Knie legen) waren an der Tagesordnung. Reden durften die Kinder nur, wenn sie gefragt wurden.

Gewalt, Abhärtung, Einschüchterung, Kontrolle und übertriebener Ordnungsdrill gehörten zu den Erziehungsmethoden, die heute „schwarze Pädagogik“ genannt werden. Man erzog dem Kaiser brave Untertanen. „Gut, dass diese Zeiten längst vorbei sind“, waren sich die IG BAU-Aktiven einig. Wie man auf den gut gelaunten Gesichtern sehen kann, hatten sie trotzdem Spaß.

Die Kolleginnen und Kollegen freuten sich über die Anerkennung und versprachen, „beim nächsten Mal sind wir wieder dabei!“.

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