IG BAU - die tun was!


WIR verlangen mehr Wertschätzung und Respekt


© IG BAU (Martin Koslowski)
18.04.2014
Detaillierte Informationen zur Tarifauseinandersetzung im Bauhauptgewerbe bekamen die Aktiven der Fachgruppe des Bezirksverbands Emscher-Lippe-Aa. Martin Koslowski, zuständiger Branchensekretär, informierte die Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Berufszweigen (Hoch- u. Tiefbau, Groß-, Mittel-, u. Kleinbetriebe, Angestellte und gewerblich Beschäftigte) über den aktuellen Stand nach der dritten Verhandlungsrunde.

Den Forderungen der IG BAU nach mehr Einkommen, besseren Regelungen für Auswärtsbeschäftigung und Ausbildungskosten, haben die Arbeitgeber unverschämte Gegenforderungen entgegengestellt – und das nannten sie auch noch „Angebot“: Neben einer Einkommenserhöhung unterhalb der Inflationsrate mit etlichen Ausnahmen, verlangen sie beim zusätzlichen Urlaubsgeld und anteiligen 13. Monatseinkommen eine Kürzungsmöglichkeit auf „0“, sowie eine Reduzierung der Auslöse und die Möglichkeit, die Arbeitszeit auf über zehn Stunden zu verlängern.

Dies sehen die Teilnehmer als Provokation und Kampfansage!

Denn:
Die Auftragslage in den Betrieben ist gut.
Der Ruf nach Fachkräften wird immer lauter. Die Belegschaften der meisten Betriebe sind überaltert, und der Nachwuchs fehlt.

Mit diesen von den Arbeitgebern vorgeschlagenen Verschlechterungen würden noch mehr Kollegen vom Bau vertrieben. Kollegen, die jeden Tag bei Wind und Wetter ihre zuverlässige Arbeitsleistung erbringen. Diese ist einfach mehr Wert!

„Unser Handwerk ist gut und wichtig und hat seinen Preis!“
„Wir wollen mehr Kröten – ohne welche zu schlucken!“
„Wir verlangen mehr Wertschätzung und Respekt vor unserer Arbeit!“
„Wir stehen voll hinter unserer Forderung von 7 %!“
Dies sind nur einige Aussagen der Anwesenden.

Spontan wurden einige Ideen entwickelt, um den Arbeitgebern zu zeigen, wie verärgert die BAUler über den Stand der Verhandlungen sind. Dies führte auch zu einer Probe-Urabstimmung, in der die Anwesenden volle Streikbereitschaft signalisierten.

Die Teilnehmer sind sich sicher, dass es bei dem Verhandlungsstand einfach sein wird, die Belegschaften zu mobilisieren und unserer Verhandlungskommission den Rücken zu stärken. Wer Wind sät – wird Sturm ernten.

IG BAU – die tun was!

Mitglied werden


IG BAU - die tun was!