IG BAU - die tun was!


Wald in Gefahr: Das nehmen wir nicht hin!

Die jungen Forstwirte wollen sich auch nach der Ausbildung um den Wald in Brandenburg kümmern
Die jungen Forstwirte wollen sich auch nach der Ausbildung um den Wald in Brandenburg kümmern © Arvid Selle
05.09.2014
So einfach wollen die angehenden Forstwirte nicht hinnehmen, dass sie nach ihrer Ausbildung nicht übernommen werden sollen. Am 05. Mai 2014 trafen sie sich in der Ausbildungsstätte Kunsterspring des Landesbetriebs Forst Brandenburg (LFB) mit Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft.

Weil sie der LFB nach Abschluss der Ausbildung nicht übernehmen will, sehen sich die jungen Leute genötigt, Brandenburg zu ver- und seine Wälder im Stich zu lassen. Das ist nicht nachhaltig.

"Wir verstehen unter Nachhaltigkeit für den Brandenburger Wald eine sach- und fachgerechte Pflege durch die bei uns ausgebildeten Fachkräfte," sagt Rudi Wiggert, Vorsitzender des Bezirksverbands Mark Brandenburg.

"Nicht nachhaltig ist auch der Umgang mit unseren Forstwirten und dem forstlichen Nachwuchs durch den LFB. Das nennen wir eine verfehlte Politik des Landes. Obwohl das Durchschnittsalter der Beschäftigten inzwischen bei ca. 51 Jahren liegt, wird von jährlich 30 frisch ausgebildeten Forstwirten nicht einer übernommen", informiert IG BAU-Branchensekretär, Jörg Schütte.

Der Minister argumentiert, dass eine Übernahme wegen fehlender Arbeit nicht möglich sei. Das wiesen die jungen Leute vehement zurück. Die Forstleute sprachen die Vergabe von Arbeiten im öffentlichen Wald an private Forstunternehmen durch den LFB an. Für die IG BAU-Leute wurde damit klar: die Arbeit im Wald soll ohne eigene Beschäftigte zu möglichst billigen Löhnen vergeben werden.

Das wollen die angehenden Forstwirte nicht mit sich machen lassen. Zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung gehört auch eine nachhaltige und qualifizierte Beschäftigungspolitik!

Als Zeichen der Solidarität fand das Stern- und Familientreffen des Bezirksverbandes Mark Brandenburg am 30. August 2014 in der Ausbildungsstätte Kunsterspring statt. Die Botschaft war: Wir und unsere Familien brauchen nicht nur unseren Wald, sondern auch Menschen, die sich um die Nachhaltigkeit im Brandenburger Wald kümmern!

Die jungen Forstleute tragen ihr Anliegen mit der Unterstützung aller Gremien und Branchengruppen des Bezirksverbandes Mark Brandenburg weiter in die Öffentlichkeit.

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