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Weltkongress der Bau- und Holzarbeiter Internationale: Wiesehügel fordert Stärkung der Sozial- und Arbeitsrechte

BHI-Generalsekretär Ambet Yuson begrüßt die Delegierten. BHI-Präsident Klaus Wiesehügel (Mitte) appellierte an die Politik, aus der Finanzkrise zu lernen.
BHI-Generalsekretär Ambet Yuson begrüßt die Delegierten. BHI-Präsident Klaus Wiesehügel (Mitte) appellierte an die Politik, aus der Finanzkrise zu lernen. © IG BAU
Bangkok, 04.12.2013
Die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) appelliert an die Politik, aus der Finanzkrise zu lernen. „Ein Kapitalismus ohne Regeln schadet nicht nur den Beschäftigten, sondern auch vielen Firmen und ganzen Staaten. An vielen Stellen regiert das neoliberale „Weiter-so“, sagte der BHI-Präsident Klaus Wiesehügel vor rund 690 Delegierten auf dem dritten BHI-Weltkongress in Bangkok.

„Statt den Sozialabbau weiter zu betreiben, müssen die Regierungen endlich aus den Fehlern in der Vergangenheit lernen.“ Mit Blick auf die Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation in Bali forderte er: „Bei jeder wirtschaftlichen Integration müssen Sozial- und Arbeitsrechte von Anfang an verbindlich verankert sein. Und wir brauchen in solchen Prozessen von Anfang an eine Beteiligung der Parlamente.“

Wiesehügel zog eine positive Bilanz der vergangenen vier Jahre BHI-Arbeit. Im Fall Katar sei es gelungen, dass die teilweise menschenunwürdige Behandlung von Arbeitern in der Öffentlichkeit beachtet wird und nun auch die FIFA vor diesem Thema nicht mehr die Augen verschließt.

In Burma ist es wieder möglich, Gewerkschaften zu gründen und bei den Bauarbeiten am Panamakanal konnten die Gewerkschaften die Arbeiter organisieren. Gemeinsam mit ihnen gelang es, gute Tarifverträge auszuhandeln.

In vielen Ländern wie Bahrain, Zentral-Asien und Europa lenken die Gewerkschaften die Aufmerksamkeit auf die prekäre Situation der Wanderarbeiter und machen diese öffentlich. Junge Gewerkschafter konnten stärker eingebunden werden. In diesem Sommer trafen sich 400 junge Menschen aus 70 Ländern zum BHI-Weltjugendtreffen in Deutschland.

Der BHI-Kongress vertritt 340 Gewerkschaften in 132 Ländern. Er setzt Ziele, Prioritäten und Aktivitäten für die kommenden vier Jahre. Zudem wird die BHI-Führung neu gewählt. Wiesehügel, der seit Dezember 2005 BHI-Präsident ist, tritt nicht erneut zur Wahl an.

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