IG BAU - die tun was!


Wer sich bewegt, bewegt was

Betriebsratsvorsitzender Manfred Müller aus dem Betonwerk in Velten bei der Urabstimmung
Betriebsratsvorsitzender Manfred Müller aus dem Betonwerk in Velten bei der Urabstimmung © IG BAU (Ulf Kleipödszus)
05.04.2013
„Hätte mir vor einem halben Jahr jemand gesagt, dass wir die anstehende Tarifauseinandersetzung in der Beton- und Fertigteilindustrie Mitte-Ost im Februar 2013, also mitten im Winter, für uns entscheiden, den hätte ich für verrückt gehalten.“ IG BAU-Branchensekretär Ulf Kleipödszus, für die Baustoffindustrie in Berlin-Brandenburg zuständig, kann es immer noch nicht richtig glauben.

„Doch die sehr intensive Auseinandersetzung mit der Sache hat sich wirklich gelohnt.“ In zahlreichen Gesprächen in den Betrieben vor Ort, gelang es, die Kolleginnen und Kollegen zu motivieren. Sie fassten Mut, sich gegen das viel zu niedrige Angebot der Arbeitgeber zu wehren, aufzustehen, in die Gewerkschaft einzutreten und sich an den Urabstimmungen zu beteiligen. „Das war kein Selbstläufer.“

Jedoch mit jeder Urabstimmung in Sachsen-Anhalt und in Brandenburg stieg bei den Betroffenen auch die Bereitschaft, „ vors Tor zu gehen“.

Auch das ungläubige Staunen der Geschäftsführer und Werksbesitzer der Betonwerke in Doberlug/Kirchheim, Velten, Heiligengrabe und in Brandenburg/Havel änderte daran nichts. Die Gewerkschaftsmitglieder in den Werken stimmten mit übergroßer Mehrheit (95 Prozent) für den Arbeitskampf. Die Arbeitgeber versuchten es dann mit Einschüchterung, wie die Androhung von Werkschließung und Entlassungen sowie Hausverbote gegen die Gewerkschaft. Doch auch damit kamen sie nicht durch.

Das alles macht Mut. Mut für die nächsten Tarifverhandlungen - und es macht sichtbar, dass es sich lohnt in Tarifauseinandersetzungen zu gehen. Um gute 205 Euro pro Monat steigt der Lohn von März bis September 2013.

Unter dem Motto: Wer sich bewegt, bewegt was, wer sich organisiert, organisiert was, wer kämpft, erkämpft was!!!

Mit diesem Wissen gehen die Kollegen aus Sachsen- Anhalt, Berlin/Brandenburg, Mecklenburg, Sachsen und Thüringen in die nächsten Tarifverhandlungen - im Sommer 2014 sind sie wieder bereit.

IG BAU - die tun was!

Ein Beitrag von unserem Kollegen Ulf Kleipödszus.

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