IG BAU - die tun was!


Wir haben die Wahl!

IG BAU-Regionalleiter Wolfgang Jägers mit Daniela De Ridder, SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis Mittelems
IG BAU-Regionalleiter Wolfgang Jägers mit Daniela De Ridder, SPD-Bundestagskandidatin im Wahlkreis Mittelems © IG BAU (Wolfgang Kuhn)
Nordhorn, 13.09.2013
Wir haben die Wahl! – Deshalb wollten es die IG BAU Ortsverbände der Grafschaft und des Emslandes es ganz genau wissen und luden die örtlichen Parteivertreter zur Podiumsdiskussion am 30. August 2013 in Nordhorn ein. Die Organisatoren freuten sich über die Teilnahme von fast 100 Besuchern, die der Veranstaltung aufmerksam folgten und den Politikern aller Parteien ihre Fragen stellten.

Für die gewerkschaftlichen Positionen der IG BAU diskutierten Dietmar Schäfers, Stellvertretender Bundesvorstandsmitglied der IG BAU und Horst Krügler, Kreisverbandsvorsitzender des DGB. Fachkundig moderiert wurde die Runde von Wolfgang Jägers, dem Regionalleiter der IG BAU-Region Weser-Ems.

Die Themenschwerpunkte waren vorgegeben: „Altersarmut verhindern“, „Rente mit 67“ und „gesetzlicher Mindestlohn“. Aus dem Publikum wurden aber auch spannende Fragen zu dem sich abzeichnenden Pflegenotstand und der prekären Situation der Pflegekräfte in Deutschland gestellt. Für Daniela De Ridder (SPD), Albert Stegemann (CDU), Manuel Nehmer (FDP), Heinz G. von Wensiersky (Die Linke), Sascha Mertens-Finke (Piraten) und Birgit Kemmer (Grüne) war es nicht immer einfach, auf die Fragen und Forderungen zufriedenstellende Antworten zu finden.

Das von FDP und CDU oft propagierte „weiter so, wir stehen in Deutschland doch gut da“ reichte den Teilnehmern nicht. Viele Bürgerinnen und Bürger aus Arbeiterfamilien stehen eben nicht gut da und sie haben Angst davor, wegen schlecht bezahlter Arbeit, wegen Kindererziehungszeiten oder Hartz 4 im Alter nichts mehr zu haben. Hier hatten SPD und Linke die besseren Argumente, wobei natürlich nicht im Detail darauf eingegangen wurde, wie eine Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten finanziert werden soll.

Interessant war zu beobachten, wie sich Manuel Nehmer (FDP) im Verlauf der Diskussion zu Fragen der privaten Altersvorsorge immer weiter vom Programm seiner Partei distanzierte. Zuletzt sprach er sich klar dafür aus, dass die gesetzliche Rentenversicherung nicht weiter ausgehöhlt werden und private Vorsorge nur ein freiwilliges zusätzliches Bonbon sein dürfe.

Die durchweg positive Resonanz des Publikums an diesem politischen IG BAU Abend hat den vielen fleißigen ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen gezeigt, dass sich ihre Arbeit lohnt. Deshalb gilt ihnen, ganz besonders den verantwortlichen Organisatoren Günter Ratz und Herbert Hilberink, ein besonderer Dank.

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