Internationales


"Wir verteidigen Löhne und nicht Grenzen"

Dietmar Schäfers (Zweiter von links) bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Wanderarbeiter".
Dietmar Schäfers (Zweiter von links) bei der Podiumsdiskussion zum Thema "Wanderarbeiter". © IG BAU
Bangkok, 05.12.2013
Ein wichtiges Thema auf dem 3. BHI-Weltkongress in Bangkok war das Thema Wanderarbeit. Die Teilnehmer einer Podiumsdiskussion stellten fest, in allen Ländern werden Menschen, die zum Arbeiten ihre Heimat verlassen haben, ausgebeutet.

Das funktioniert immer nach dem gleichen Schema, wenn auch auf unterschiedlichem Niveau. Mittels Subunternehmerketten werden oft die Löhne ins Bodenlose gedrückt und selbst Mindeststandards bei Arbeitssicherheit, Unterbringung und Hygiene missachtet.

Der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers betonte "Wir verteidigen Löhne und nicht Grenzen!" Es gehen nicht darum, die Wanderarbeiter zu verurteilen, sondern die Firmen, die Arbeitsrechte mit Füßen treten.

"Die Umgehungsstrategien der Rechte von Arbeitnehmern sind weltweit gleich - egal, ob das in Europa, Asien oder Afrika ist. Ausbeutung mit immer geringeren Löhnen ist an der Tagesordnung. Das h at die Diskussion und die Berichte vieler Teilnehmer des BHI–Kongresses gezeigt. Ich werde mich dafür stark machen, dass wir eine transparente, weltweite öffentlich kommunizierte Schwarze Liste aller Generalunternehmer erstellen, die Menschenrechte und Arbeitsnormen mit Füßen treten."

Gewerkschafter aus Asien berichteten unter anderem darüber, dass zum Beispiel chinesische Generalunternehmer sich an die Polizei wenden, wenn sich die nationale Gewerkschaft um die betrogenen Arbeitnehmer kümmern will. Arbeitsmigranten besitzen in vielen Ländern keine Rechte. Oft gilt das nationale Recht nicht für Wanderarbeiter.

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