IG BAU - die tun was!


Zitterverträge stoppen - kein Spiel mehr mit der Jobangst


© IG BAU
13.06.2014
Im Vorfeld des Tags der Gebäudereinigung am kommenden Sonntag (15. Juni) kritisiert die IG BAU in Braunschweig den Trend zu befristeten Arbeitsverhältnissen in der Reinigungsbranche. Sie will das „Spiel mit der Job-Angst“ beenden. Derzeit sind in Braunschweig rund 2.400 Reinigungskräfte sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In ganz Niedersachsen sind es rund 33.800. Immer mehr von ihnen werden in Kurzzeit-Jobs gedrängt oder sind schon jetzt in befristeten Arbeitsverhältnissen.

Auf diese Misere will die IG BAU am heutigen Freitag, 13. Juni, von 10 bis 17 Uhr in der Braunschweiger Innenstadt aufmerksam machen. Am Ritterbrunnen kann jeder bei einem Probe-Putz-Wettbewerb zwischen Bierzeltbänken testen, wie viel Zeit man fürs Saubermachen braucht und sich über die Arbeitsbedingungen der Gebäudereiniger informieren.

Besonders in der Reinigungsbranche sind die Kurzzeit-Arbeitsverträge weit verbreitet. Oft gibt es die Jobs nur für einige Monate. Arbeitgeber nutzten die Möglichkeit der Befristung schamlos aus, um Druck auf ihre Beschäftigten auszuüben. Und dahinter stehe ein Kalkül:

Wer Angst um seinen Job hat, ist bereit, einen Folgevertrag zu schlechteren Bedingungen abzuschließen. Darüber hinaus versuchen einige Chefs, mit Kurzzeit-Verträgen dem Kündigungsschutz zu entgehen.

Zum Tag der Gebäudereinigung fordert die IG BAU ein Verbot dieser „Zittervertrags-Praxis“. Der grundlosen Befristung muss ein Riegel vorgeschoben werden – und zwar per Gesetz. Denn letztlich werden dadurch unbefristete Vollzeitstellen abgebaut. Das Spiel mit der Jobangst muss ein Ende haben.

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