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IG BAU fordert Qualität bei Bau-Schulungen für Geflüchtete

Integration Geflüchteter


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Frankfurt am Main, 14.06.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert Verantwortung und Professionalität bei der Qualifizierung von Geflüchteten für die Bauwirtschaft. „Es ist gut, Geflüchtete in Jobs zu bringen. Arbeit ist der beste Weg zur Integration. Das zeigt die Erfahrung am Bau, wo schon immer viele Zugewanderte arbeiten.

Betriebe, die diesen Weg gehen, tragen aber Verantwortung. Sie müssen die Menschen vernünftig qualifizieren und dürfen nicht leichtfertig nach der Marke Eigenbau irgendwelche Crash-Kurse aus dem Boden stampfen“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Wenn ich höre, dass Geflüchtete für die Arbeit am Bau danach ausgewählt werden, ob sie zwei Kisten Wasser bis in den zehnten Stock tragen können, falle ich hinten über. Das wäre zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. Wir leben in Deutschland. Da gibt es Ärzte und medizinische Geräte, mit denen die Fitness geprüft wird, wenn dies notwendig ist. Wer diese Standards bei Geflüchteten unterschreitet, muss sich fragen lassen, wes Geistes Kind er eigentlich ist.“

Die Bauwirtschaft qualifiziert Geflüchtete zu Hilfsarbeitern am Bau. Dabei weichen laut Medienberichten manche Betriebe offenbar von den bundesweit angebotenen Programmen ab und greifen auf eigens für sie aufgelegte Kurzlehrgänge zurück. Dabei kommt es zu Unterschreitungen der Qualitätsstandards, die aber für eine nachhaltige Qualifizierung Geflüchteter eine Grundvoraussetzung sind.

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