Mitbestimmung - Böckler-Stiftung untersucht Betriebsvereinbarungen

Böckler-Stiftung untersucht Betriebsvereinbarungen

07.02.2013
Die Hans-Böckler-Stiftung hat über den Bund-Verlag die Bücher "Betriebliche Weiterbildung" sowie "Gewinn- und Erfolgsbeteiligung" veröffentlicht. Darin werden zahlreiche Betriebsvereinbarungen der vergangenen Jahre ausgewertet. Die Publikationen berücksichtigen neuere Zahlen bis zum Jahr 2011.

Für das Buch "Betriebliche Weiterbildung" haben die Autoren Gerd Busse und Winfried Heidemann 500 Betriebsvereinbarungen aus den Jahren 2004 bis 2011 ausgewertet. Die Analyse zeigt mehrere Trends, sagt Manuela Maschke von der Hans-Böckler-Stiftung: Weiterbildung und lebenslanges Lernen seien seit Jahren in der Diskussion. Immer deutlicher zeigten sich dabei die Folgen des demografischen Wandels.

In der betrieblichen Weiterbildung gehe es nicht bloß um fachliche Qualifikationen, sondern vermehrt um andere, ergänzende Kompetenzen. Neben die althergebrachte Wissensvermittlung in Kursen, Seminaren und Veranstaltungen träten verstärkt neue, in der Nähe des Arbeitsplatzes gelehrte Formen wie E-Learning, Coaching oder Job Rotation. Arbeiten und Lernen gingen dabei stärker ineinander über.

Im Buch "Gewinn- und Erfolgsbeteiligung" haben die Autoren Markus Sendel-Müller und Marion Weckes Betriebsvereinbarungen aus den Jahren 2000 bis 2011 untersucht. Gewinnbeteiligung für Beschäftigte wird zusätzlich zum Arbeitsentgelt ausgezahlt und ist vom Unternehmenserfolg abhängig, sagt Maschke. Die Auswertung zeige, dass Voraussetzungen für eine Ausschüttung von sehr vielfältigen Umständen im Betrieb abhängen. Das gelte auch für die zu verteilenden Gelder. Vor allem in größeren Unternehmen seien Beteiligungen häufiger.