Faire Arbeit Jetzt - Faire Arbeit Jetzt

Faire Arbeit Jetzt

Beschluss des 21. Ordentlichen Gewerkschaftstages der IG BAU


© IG BAU
30.09.2013
Auf dem Arbeitsmarkt ist einiges nicht in Ordnung. Das merken gerade auch die Beschäftigten in den Branchen der IG BAU. Bereits die aktuellen Zahlen der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ über Mindestlohnverstöße, die von vielen Bezirksverbänden sehr erfolgreich in die Öffentlichkeit gebracht wurden, sprechen für sich. Dazu kommt: Viele Gesetzesverstöße fallen gar nicht erst auf, weil die Kontrollen unzureichend sind.

Und oft sind die Gesetze selbst das Problem: Wenn sie Scheinselbständigkeit, Scheinwerkverträge, Leiharbeit, Befristungen oder Minijobs massiv ansteigen lassen. Wenn sie zulassen, dass Beschäftigte aus unterschiedlichen Ländern über Dumpingkonkurrenz gegeneinander ausgespielt werden. Wenn sie die Angst vor Arbeitslosigkeit verstärken und Erwerbslose zwingen, auch Jobs zu Minilöhnen anzunehmen.
Das alles lässt oft auch die Bedingungen für diejenigen Beschäftigten unter Druck geraten, die noch reguläre Arbeitsverhältnisse haben und zu fairen Bedingungen arbeiten.

Wir in der IG BAU machen uns stark für Arbeit, Leben und Gerechtigkeit. Deswegen engagieren wir uns für eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt, für Faire Arbeit: Weil heute oft die Würde der Arbeit verlorengegangen ist. Weil das Leben zu kurz kommt, wenn die Bezahlung nicht fair ist oder der Druck am Arbeitsplatz zu groß wird. Weil es nicht gerecht ist, wenn die Beschäftigten – die wirklichen Leistungsträger – nicht anständig behandelt werden.

Wir setzen uns für Faire Arbeit auf zwei Ebenen ein: Einerseits unterstützen und ermutigen wir Beschäftigte im Betrieb, die ihre Rechte sichern oder sich für Fairness einsetzen wollen. Andererseits machen wir uns gegenüber der Politik für bessere Rahmenbedingungen stark.

Das hat der Gewerkschaftstag der IG BAU im September 2013 beschlossen. Den vollständigen Antrags- bzw. Beschlußtext gibt's im Download.