Tarife - Floristik: Ziel ist, Ost-West-Angleichung auf den Weg zu bringen

Floristik: Ziel ist, Ost-West-Angleichung auf den Weg zu bringen

29.05.2015
Am 27. Mai trafen sich die Tarifvertragsparteien für die Branche Floristik zu einem Sondierungsgespräch in Kassel. Zentrales Anliegen der IG BAU Tarifkommission ist es, die Anpassung der Entgelte Ost an West auf den Weg zu bringen.

Als Verhandlungsgrundlage legten die IG BAU Mitglieder den Arbeitgebern einen Vorschlag für eine stufenweise Entgeltanpassung bis Mai 2018, unter Berücksichtigung der zu erwartenden Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohnes ab 2017 auf ca. 9,10 Euro und der Niedriglohnschwelle von aktuell 11,00 Euro in der Stunde, vor.

In dem Vorschlag orientiert sich der Einstieg 2015 für das Tarifgebiet Floristik Ost an ei- nem Stundenlohn zwischen 8,50 Euro und 12,22 Euro der Entgeltgruppen des Tarifver- trages für Mecklenburg-Vorpommern für den floristischen Bereich in Gartenbaubetrieben ab 1. Juli 2015. Entsprechend der Forderung der IG BAU von 5 Prozent im Tarifgebiet West wird die jährliche Erhöhung gestaltet.

Insgesamt fand das Gespräch unter einem angenehmen Verhandlungsklima statt. Selbst in der Frage der Umsetzung des gesetzlichen Mindestlohnes, der in der Floristik Ost volle Anwendung findet, konnten gegensätzliche Positionen sachgerecht diskutiert werden.

Der ersteTarifverhandlungtermin findet erst am 16. September statt, da die Tarifkommissionen arbeitgeberseitig in den östlichen Landesverbänden den Vorschlag der IG BAU beraten und ggf. einen Gegenvorschlag erarbeiten müssen.

Der späte Verhandlungstermin wird keinesfalls zur Folge haben, dass Gewerkschaftsmitgliedern hieraus unterm Strich ein Einkommensnachteil entsteht.

Allein durch die gemeinsame Teilnahme von Tarifkommissionsmitgliedern aus Ost und West an einem Sondierungsgespräch, verbunden mit gegenseitigen Interessensbekundungen Entgeltungerechtigkeiten zu überwinden, steht die Verhandlung im September unter einem guten Vorzeichen.