Forstwirtschaft und Naturschutz - Politisches in Wald und Flur

Politisches in Wald und Flur

Im Wald unterwegs: Peter Wicke (IG BAU), Christina Schulze-Föcking (CDU), Marc Redemann (IG BAU)
Im Wald unterwegs: Peter Wicke (IG BAU), Christina Schulze-Föcking (CDU), Marc Redemann (IG BAU) © IG BAU
03.05.2017
Trotz der hohen Termindichte im Wahlkampf fand die IG BAU die Möglichkeit, einen Waldspaziergang und einen damit verbundenen forstpolitischen Austausch mit Christina Schulze-Föcking zu realisieren. Als Landtagsabgeordnete der CDU in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist sie unter anderem ordentliches Mitglied im Ausschuss für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und aus dieser Funktion heraus mit den Themen rund um den Wald vertraut.

Die Landesvertretung NRW, vertreten durch die Kollegen Marc Redemann und Peter Wicke, nutzte die kleine Waldexkursion, um Frau Schulze-Föcking über die aus Sicht der IG BAU derzeit wichtigsten Inhalte der Forstpolitik sowie die Belange der Beschäftigten im Wald im allgemeinen und bei Wald und Holz NRW im speziellen zu informieren.

Neben den Fragen zur Neufassung des Bundeswaldgesetzes waren die möglichen Auswirkungen einer direkten Förderung für den Waldbesitz und die Betreuungsarbeit durch die Kolleginnen und Kollegen ein Thema für das Treffen.

Vor dem Hintergrund eines typischen münsterländischen Waldbestandes mit kleinparzellierten Bestandesflächen und stetig wechselnden Eigentumsverhältnissen konnten die Fragestellungen dazu erläutert werden. Die IG BAU-Landesvertretung stellte dar, dass sie in der zukünftigen Ausgestaltung der Förderung im Wald eine große Verantwortung der NRW-Landesregierung sieht, um den Fortbestand des bewährten flächendeckenden Betreuungsangebotes für den Waldbesitz zu sichern.

Und wer könnte besser einen unabhängigen hohen Qualitätsstandard der forstwirtschaftliche Betreuung im Wald in NRW gewährleisten als die über viele Jahre bewährte Einheitsforstverwaltung, so die Argumentation der IG BAU.

Auch die Forderung nach einem verbesserten „In Wert setzen“ von Ökosystemleistungen des Waldes, und die Anerkennung der Allgemeinwohlverpflichtung des Grundeigentums durch die Gesellschaft wurden diskutiert und anhand von Beispielen vor Ort besprochen.

Besonderen Wert legte die Landesvertretung darauf, die Landtagsabgeordnete über das Alleinstellungsmerkmal des Landesbetriebes Wald und Holz Nordrhein-Westfalen mit seinen Angeboten in der Ausbildung des Gehobenen und des Höheren Forstdienstes und auch in der Ausbildung zur Forstwirtin / zum Forstwirt in der forstlichen Berufswelt zu informieren.

Auch zur Sprache kam die bedauernswerte Entwicklung, dass Kolleginnen und Kollegen in Ausübung Ihrer Tätigkeit für den Wald zunehmend sowohl verbale als auch physische Angriffe erfahren. Hierzu bat die Landesvertretung Frau Schulze-Föcking sich auf Landesebene dafür einzusetzen, dass die Initiative zum Schutz vor Angriffen nicht nur den Kolleginnen und Kollegen bei Polizei, der Feuerwehr und den Rettungskräften zu Gute kommt.

Nach einem zweistündigen sehr informativen forstlichen Exkurs mit vielen weiteren Themen sprachen sich Frau Schulze-Föcking und die Landesvertretung NRW dafür aus, diesen Austausch auch zukünftig fortzusetzen.

Ein Beitrag unseres Kollegen Peter Wicke.