Tarife - "Quo vadis EVANTEC" - Letztes Angebot ist ein Skandal

"Quo vadis EVANTEC" - Letztes Angebot ist ein Skandal

Geschäftsleitung setzt auf Lohnverzicht - Kein neuer Verhandlungstermin vereinbart

04.04.2016
Auch die dritte Tariverhandlung am 1. April endete ohne Ergebnis. In dieser Verhandlung erklärte das Unternehmen, vertreten durch den Geschäftsführer Bernd Schell, das sie
  1. den Tarifabschluss im Gebäudereiniger-Handwerk nicht für alle Lohngruppen
    übernehmen wollen, nur die beiden Mindestlohngruppen wollen sie umsetzen;
  2. die drei weiteren Tarifverträge Lohn und Gehalt nicht in der gleichen Höhe abschließen:
    - im Bereich Dekont und Strahlenschutz legen sie ein Angebot von nur 1,5 Prozent ab 1. August 2016 vor,
    - für die anderen Beschäftigten (außer die beiden Mindestlohngruppen Gebäudereinigung) eine Erhöhung von 2 Prozent ab 1. August 2016
    - Sie wollen keinen Ausgleich für die restlichen Monate geben, kein Angebot für Einmalzahlungen oder ähnliches.

Am Ende lag ein Angebot vor, das wir strikt ablehnten:
Nullrunde für 8 Monate
2 Prozent ab 01.09.2016 für 16 Monate.

Dieses Angebot ist ein Skandal. Die Tarifkommission der IG BAU hat es zurückgewiesen und die Geschäftsleitung aufgefordert, deutlich nachzubessern. Wir bestehen auf einer einheitlichen Lohnerhöhung für alle Beschäftigten ab 1. Januar 2016, die 6 Prozent stehen weiter zur Diskussion.

Warum verhält sich die Geschäftsleitung in der Tarifverhandlung so? Warum werden die Mitarbeiter so demotiviert?

Die Geschäftsleitung will Lohnverzicht der Beschäftigten für
- das Ausgleichen von Managementfehlern in der Vergangenheit,
- das Erfüllen der finanziellen Erwartungen der Geschäftsleitung.

Die Geschäftsleitung droht weiterhin mit Arbeitsplatzverlust, wenn auf diese Forderung nicht eingegangen wird.

Jetzt heißt es, alle Beschäftigten informieren, damit wir Druck auf die Geschäftsleitung ausüben können, sonst bewegt sich nichts. Unsere Forderung steht weiterhin.