Tarife - Schlichtung im Maler- und Lackiererhandwerk erfolgreich

Schlichtung im Maler- und Lackiererhandwerk erfolgreich

17.06.2016
In der letzten Nacht ist es gelungen, ein einstimmiges Schlichtungsergebnis zum Ecklohn zu erzielen. Nach der Schlichtungsordnung für das Maler- und Lackiererhandwerk benennt jede Seite eine fünfköpfige Schlichtungskommission. Auf Seiten der IG BAU waren das: Robert Feiger, Dietmar Schäfers, Traugott Feder, Thomas Sengewald und Toni Allgaier . Vertreter der Tarifvertragspartei auf Seiten der IG BAU war Thomas Kurtze. Das Schlichtungsergebnis wurde nach äußerst schwierigen Gesprächen einstimmig von beiden Seiten gefasst.

Bis zum Ende war fraglich, ob eine Einigung überhaupt erreicht werden kann. Weitere Informationen könnt ihr der beigefügten Information entnehmen

Nachdem in drei Tarifverhandlungen die Arbeitgeberseite keine Bewegung zeigte, konnte im Rahmen der Schlichtung nach äußerst schwierigen Gesprächen nachfolgendes Er-gebnis erzielt werden:

  1. Der Ecklohn West wird ab 1. Juli 2016 um 2,1 Prozent (+ 0,33 €) für 11 Monate und ab 1. Juni 2017 um weitere 1,6 Prozent (+0,26 € gerundet) für 10 Monate erhöht. Die neuen Ecklöhne betragen somit ab 1. Juli 2016 15,92 € und ab 1. Juni 2017 16,18 €.
  2. Die Angleichung der Löhne Ost an West wird, wie vereinbart weiter fortgeführt. Das heißt, dass der Ecklohn Ost um den Eurobetrag West plus 10 Cent erhöht wird. Daraus ergibt sich ab 1. Juli eine Erhöhung in Höhe von 0,43 € auf 15,00 € und ab 1. Juni 2017 in Höhe von 0,35 € auf 15,35 €.
  3. Der Lohntarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. März 2018.
  4. Für die Monate Mai und Juni 2016 erhalten, die Mitglieder der IG BAU eine Einmalzahlung je Monat von 50,- €. Für diesen Zeitraum wird der Lohntarifvertrag vom 21. März 2014 wieder in Kraft gesetzt.
  5. Für junge Gesellen, die nach erfolgreichem Abschluss ihrer Ausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk verbleiben, soll bis zum 30. Juni 2017 eine tarifvertragli-che Regelung zur Verbesserung ihrer Altersvorsorge bei der Malerkasse erarbei-tet werden. Damit soll nicht nur die Attraktivität der Ausbildung gestärkt werden sondern auch der Verbleib in der Branche honoriert werden.

Die Schlichtungsvereinbarung sieht vor, dass die Tarifvertragsparteien innerhalb von 10 Tagen die Annahme oder Ablehnung des Einigungsvorschlags erklären müssen. Damit endet die Erklärungsfrist am 27. Juni 2016.

Die Bundesfachgruppe wird über die Annahme oder Ablehnung im schriftlichen Verfahren abstimmen.

Wir bedanken uns bei allen Kolleginnen und Kollegen die sich aktiv an der Tarifrunde beteiligt haben.