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Tarifabschluss mit Signalwirkung – deutliches Lohnplus

Glaserhandwerk Niedersachsen


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
Hannover, 17.08.2018
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hat für die Glaser in Niedersachsen deutliche Einkommensverbesserungen ab dem 1. September dieses Jahres erzielt. Gestern Abend nahm der Landesinnungsverband des Niedersächsischen Glaserhandwerks den bereits Anfang August verhandelten Tarifabschluss an.

„Mit dem erzielten Kompromiss haben wir erfolgreich die Weichen für die Zukunft im niedersächsischen Glaserhandwerk gestellt. Der Abschluss sichert die Attraktivität des Berufs in der Region, indem er die Löhne in Richtung des allgemeinen Lohnniveaus anpasst und insbesondere die Ausbildung wieder stärker in den Blick nimmt. Dies war angesichts des Fachkräftemangels und des Wettbewerbs um die besten Köpfe überfällig“, sagte der Stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Dietmar Schäfers.

„Die Arbeitgeber haben offenbar verstanden, dass sie ohne Anpassung der Löhne und Ausbildungsentgelte bald nicht mehr genug Beschäftigte finden. Mit der nun erzielten Einigung haben sie Verantwortung übernommen, die für andere Handwerksbranchen Vorbild sein sollte.“

Im Einzelnen sieht der Abschluss eine Erhöhung des Helferlohns um einen Euro auf 10,50 Euro in der Stunde vor. Im ersten Jahr nach erfolgreicher Prüfung erhält ein Geselle nun 12,32 Euro und damit ein Plus von 14,6 Pro-zent. Der Ecklohn steigt um zwei Euro auf 14,50 Euro (Plus 16 Prozent) und Vorarbeiter erhalten künftig einen Stundenlohn von 16 Euro und damit 2,25 Euro mehr. Für Auszubildende steigen die Vergütungen im ersten Jahr um 125 Euro (575 Euro) im Monat, im zweiten Jahr um 175 Euro (675 Euro) und im dritten Jahr um 200 Euro (750 Euro). Neu hinzugekommen ist die Vergütung für das vierte Ausbildungsjahr in Höhe von 825 Euro.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten.

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