Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Ausgezeichnet: "Solidarisch einkaufen" wird UN-Dekade-Projekt 2014


© PECO-Institut
03.03.2014
Das Projekt Solidarisch Einkaufen berät uns, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), beim eigenen Einkauf. Damit wollen wir uns in den eigenen Aktivitäten für soziale Standards, fairen Handel und umweltverträgliches Wirtschaften einsetzen. Es geht dabei um Fairness und Solidarität, aber auch um die eigene Glaubwürdigkeit. Dieses Projekt erhält im April von der UN die Auszeichung "Dekade-Projekt 2014".

Im Projekt gibt die IG BAU deutliche Impulse für ein nachhaltiges Wirtschaften. Durch Vor-Ort-Beratungen und insbesondere durch Regionaltreffen sollen die ersten Ergebnisse des Projektes in den 56 Bezirksverbänden aus den 12 Regionen und in der Bundesvorstandsverwaltung der IG BAU verbreitet werden. Somit sollen alle Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen die Umstellung in ihre alltägliche Gewerkschaftsarbeit integrieren.

Außerdem überprüfen IG BAU-Einrichtungen ihre gesamten Arbeitsabläufe, um sie an ökologischen und sozialen Kriterien auszurichten. Sie vermeiden Müll, sparen Energie ein, gehen mit Büromaterialien verantwortungsvoll um und richten Arbeitsplätze ein, an denen sich die Mitarbeiter wohl fühlen. Diese Aktion folgt dem Motto "ökosoziales Modellbüro". Das Konzept wird in mehreren Büros umgesetzt.Das erste "Modell-Büro" dazu wurde in Bielefeld im Januar 2012 eröffnet.

Hintergrund:
Die Vereinten Nationen (UN) rufen eine Dekade aus, wenn sie ein weltweit bedeutsames Thema als besonders wichtig einschätzen, bisher aber noch nicht genug dafür getan wurde. BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) ist ein solches Thema. Daher haben die UN die Jahre 2005 bis 2014 zur Weltdekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" erklärt. Ihr Ziel: das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung zu verankern.

Die UN-Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, dafür besondere Anstrengungen zu unternehmen. Die UNESCO – die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation – koordiniert die Umsetzung der Dekade auf internationaler Ebene. Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) übernimmt diese Aufgabe für die deutschen Aktivitäten, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehen.

Zahlreiche Organisationen aus Politik und Zivilgesellschaft engagieren sich für die Ziele dieser Bildungsoffensive. Die DUK hat ein Nationalkomitee einberufen, das die Umsetzung der Dekade in Deutschland plant. Die Expertinnen und Experten aus diesem Gremium entscheiden auch über die Auszeichnung der Dekade-Projekte, Maßnahmen und Kommunen.