IG BAU - die tun was!


Gewerkschaft aktiv in der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern


© IG BAU (Kalle Meyer)
20.09.2013
Nach langen Diskussionen im Arbeitssicherheitsausschuss der Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern einigte man sich auf eine neue Regelung zur Bereitstellung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für Waldarbeiter, Auszubildende Forst und Forstwirtschaftsmeister. Diese Einigung trat mit Wirkung vom 2. Mai vergangenen Jahres im Rahmen einer Dienstanweisung in Kraft. Doch die Regelung der Modalitäten ließ lange auf sich warten.

Ein wichtiger Punkt der Dienstanweisung war die erstmalige Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 64 Euro im Jahr für Reinigung und Instandhaltung der PSA für die betroffenen Beschäftigungsgruppen.

Hier sollte ein gesondertes Schreiben der Landesforstanstalt die Modalitäten regeln.
Dieses Schreiben ließ dann auf sich warten.


Trotz mehrmaliger intensiver Nachfragen des Gesamtpersonalrates der Landesforstanstalt in den regelmäßig stattfindenden Monatsgesprächen gab es keinerlei Bewegung in dieser Sache.

In seiner Aprilsitzung fragte der Gesamtpersonalrat nochmals beim Vorstand nach. Die Antwort: Die Landesforstanstalt könne aus verschiedenen Gründen die Zahlung einer Reinigungspauschale noch nicht umsetzen. Außerdem wurde eine rückwirkende Zahlung für das Jahr 2012 ausgeschlossen. Die Folge: Wut und Enttäuschung bei den Personalratsmitgliedern.

In der anschließenden Diskussion, mit dem ebenfalls anwesenden IG BAU-Gewerkschaftssekretär Dirk Johne, wurde deshalb beschlossen, dieses Thema durch gewerkschaftliche Unterstützung zu lösen.

Unsere Gewerkschaft forderte den Vorstand der Landesforst, Sven Blomeyer, auf, innerhalb einer gesetzten Frist einen zufriedenstellenden Lösungsvorschlag zu unterbreiten.

Gleichzeitig unterbreiteten wir ein Gesprächsangebot, um gemeinsam eine Lösung zu finden.

Dieses Angebot wurde angenommen. Zum gemeinsamen Gespräch trafen sich Bodo Teich, Fachgruppenvorsitzender Forst/ Naturschutz des BzV Mecklenburg und Dirk Johne sowie vonseiten des Landesforst Bernd Fischer und Thomas Holst.

Nach dem Austausch der Positionen wurde sehr intensiv über eine Lösung des Problems diskutiert. Im Ergebnis wurde vereinbart, eine Dienstvereinbarung zwischen der Landesforstanstalt und dem Gesamtpersonalrat bis zum 30. September 2013 abzuschließen. Diese soll die Modalitäten der Entschädigungszahlung - einschließlich der Höhe - regeln. Gleichzeitig wurde eine rückwirkende Zahlung der Entschädigung zugesichert. Mit Datum 19. September liegt nun eine Dienstvereinbarung vor, die alle unsere Forderungen erfüllt.
Es wird drei Beschäftigungsgruppen geben, die gestaffelt nach Nutzungsintensität eine pauschale monatliche Entschädigungszahlung von 3,23 Euro in der untersten Stufe, über 8,40 Euro in der mittleren Stufe, bis 12,92 Euro in der obersten Stufe erhalten. Da die meisten Waldarbeiter der obersten Stufe zuzuordnen sind, bedeutet dies eine Zahlung von 155,04 Euro jährlich. Das sind 91,04 Euro mehr als ursprünglich in der Dienstanweisung vorgesehen.

Hier wird deutlich, gemeinsames gewerkschaftliches Handeln lohnt sich. Wenn Personalräte und IG BAU an einem Strang ziehen, können wir unserem Auftrag, die Arbeits- und Lebensbedingungen unserer Mitglieder zu verbessern, umfassend gerecht werden. Das ist ein toller Erfolg der klar zeigt, es lohnt sich Mitglied unserer Industriegewerkschaft Bauen- Agrar- Umwelt zu sein. Gemeinsam mehr erreichen!

IG BAU – die tun was!

Ein Artikel unseres Kollegen Dirk Johne.

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