Umwelt / Nachhaltige Entwicklung


Klimawandel: Fünfzig Jahre sind mehr als genug


© WHIO / UNEP
07.10.2013
Fünfzig Jahre sind mehr als genug, Zeuge der schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels auf unser Lebensumfeld, unsere Ozeane und Existenzgrundlagen zu werden: So lautet die wesentliche Schlussfolgerung des Klimaberichts des Weltklimarates (IPCC). Dieser Klimabericht ist der erste von drei Berichten, der den aktuellen Wissenstand zum Klimawandel und seinen Auswirkungen sowie Handlungsmöglichkeiten aufzeigt.

Sharan Burrow, Generalsekretärin des Internationalen Gewerkschaftsbundes, sagte, der Kampf gegen den Klimawandel muss ein Kampf der Generationen werden, damit wir zukünftige Generationen vor Armut, Ungleichheit und Verschmutzung schützen können.
"Können wir wirklich glauben, dass all die Katastrophen - von denen viele bereits von vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern und ihren Familien erlebt werden - keinen Einfluss auf unser Leben und Arbeiten haben werden? Der Klimabericht zeigt klarer denn je, dass Klimawandel sehr real ist. Er ist von Menschen verursacht und es muss dringend gehandelt werden." meint Sharan Burrow.

Der Bericht zeigt, der Meeresspiegel steigt, Niederschläge verändern sich, die Eiskappen schmelzen und die Ozeane versauern. Und alles hat große Auswirkungen auf Gesellschaften, Umwelt und die Wirtschaft.

"Wir stehen vor einer bitteren Krise mit hoher Arbeitslosigkeit. Regierungen ignorieren die Potentialer einer nachhaltigen Wirtschaft, die von starker Klimaschutzgesetzen begleitet wird. Die Umfrage des Internationalen Gewerkschaftsbundes von 2013 zeigt, dass 88 Prozent der Menschen öffentliche Investition in Erneuerbare Energien und umweltverwandte Industrien befürworten, um Arbeitsplätze zu schaffen. Nur eine arbeitsintensive, klimaschützende Strategie kann unsere Gesellschaft auf einen Pfad nachhaltiger Entwicklung führen", so Sharan Burrow.

Der Bericht des Weltklimarates kann die Gewerkschaften in ihren Bemühungen um einen globales Abkommen zur Verringerung der CO2-Emmission nur bestärken. Ein internationales Abkommen ist neben den Bemühungen wie die deutsche Energiewende ein wesentlicher Baustein, um die schlimmsten Szenarien der Wissenschaftler zu verhindern.

"Lösungswege für Regierungen gibt es. Die Entwicklung von grünen und fairen Arbeitsplätzen in klimafreundlichen Wirtschaftssektoren muss gestützt werden. Gleichzeitig muss ein angemessener Übergang für bedrängte Sektoren und deren Beschäftigte gesichert werden", betont Sharan Burrow.

Zur Gemeinsame Stellungnahme des IGB und weiterer Organisationen geht es hier.