IG BAU - die tun was! (2009)


Starke Frauen - starke Gewerkschaft


Christine Meyer (vorne) beim Seminar © privat (Christine Meyer)
10.07.2009
Frauen in ihrer Persönlichkeit stärken – dieses Ziel verfolgt Christine Meyer, die Vorsitzende des Arbeitskreises Frauen im Bezirksverband Mittelfranken. Das beginnt mit einem breiten Spektrum interessanter Seminare. Und weil die immer auch auf die Bedürfnisse und Anregungen der Teilnehmerinnen eingehen, kann jede sehr positive Impulse mit nachhause nehmen.

Macht der Frauen, Konsequent Nein sagen, Manipulation durch Sprache, Mobbing am Arbeitsplatz, Werte – verantwortliches Handeln, Stressmanagement, Zeit zum Leben – Zeitmanagement, Weichenstellungen, Sprache – und mein Durchsetzungsvermögen, Verstehen – mehr als Sprache, Stimmbildung, Visionen suchen, finden, prüfen – eine kleine Auswahl der Themen, mit denen sich die Mittelfränkinnen in den letzten Jahren so intensiv beschäftigt haben.

Besonders wichtig ist es Christine, hervorzuheben, „dass wir auch Seminare in türkischer Sprache abhalten, die sich sehr großer Beliebtheit erfreuen. Dieses Jahr war „das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz - AGG“ besprochen worden.“ Und ebenso wichtig ist für sie und ihre Mitstreiterinnen, zu hören, welche positiven Impulse von den Seminaren ausgehen, wie sie das tägliche Berufs- und Privatleben, das Selbstwertgefühl und viel mehr verändern können.

Übrigens: für das dritte Seminar des Jahres 2009 zum Thema: „Macht der Medien - politische Meinungsmache“ gibt es für IG BAU-Frauen aus Mittelfranken noch freie Plätze! Es wird vom 24. bis 25. Oktober im Hotel-Restaurant Goger in Haßfurt stattfinden. Christines Tip: Schaut auch mal ins allgemeine Veranstaltungsprogramm, auch die „gemischten“ Seminare sind, je nach Interessenslage, sehr zu empfehlen. Wer kennt sich schon mit „Politischer Ökonomie“ aus? Den Flyer dazu gibt’s rechts unter Aktuelles Material.

Neben den Inhalten stehen bei den Frauen in Mittelfranken Herzlichkeit und Menschlichkeit im Vordergrund. „Da werden Frauen in schwierigen persönlichen Situationen regelrecht ‚aufgefangen’, erfahren oft zum ersten Mal im Leben Unterstützung“, erinnert sich Christine. So ist ganz nebenbei ein loses Netzwerk entstanden. Frauen, die auch außerhalb der Treffen und Seminare Kontakt miteinander haben, Erfahrungen austauschen. „Ich ärgere mich fürchterlich, dass ich die Frauenangebote der IG BAU ca. 18 Jahre lang ignoriert habe. Ich denke, nein ich weiß es: mein nur von Männern bestimmtes Leben (ich war bei Brochier Ausbilderin) wäre anders verlaufen, wenn ich mich früher mit den Frauen solidarisiert hätte.“ Sie ruft alle IG BAU-Frauen auf, mitzumachen, teilzuhaben an der Frauenarbeit, teilzunehmen an den Seminaren, deren Themen und Inhalte natürlich von den Frauen selbst bestimmt werden. „Bringt euch ein, macht eure eigenen Erfahrungen und schöpft aus der Quelle der herzlichen Gemeinschaft der IG BAU-Frauen.“

„In Mittelfranken,“ erläutert die engagierte 51jährige, „besteht diese Gemeinschaft aus drei Gruppen: den ‚früher aktiven Frauen’, die viele Jahre die Seminare und 'Stammtische' gestaltet haben und sich jetzt an die Anfänge der Frauenarbeit bei der IG BAU erinnern mögen. Die den Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen geführt haben und für deren Siege wir ewig dankbar sein können. Sie besteht aus den ‚jetzt aktiven Frauen’, die sich zumindest drei Mal im Jahr bei den Seminaren in die Arme nehmen können. Ja,“ lächelt Christine, „es hat sich unter uns Frauen ein wirklich vertrauensvolles Verhältnis entwickelt. Wir haben uns ins Herz geschlossen und zeigen es auch. Wir haben keine Angst vor Gefühlen, wissen uns akzeptiert, verstanden, gehalten und unterstützt. Und die Gemeinschaft besteht aus den ‚zukünftig aktiven Frauen’, aus all den unterschiedlichen Branchen, die in der IG BAU vertreten sind. Damit es noch bunter wird, freuen wir uns insbesondere auf Frauen mit nicht deutschem Background.“

Seit 2007 ist Christine Meyer Vorsitzende des Arbeitskreises Frauen im Bezirksverband Mittelfranken. Als sie fragte, wie lang es denn diesen Arbeitskreis schon gäbe, wurde sie mit drei Ordnern voll Material über die Frauenarbeit bepackt. Sollte sie die alle durchsehen, in der Vergangenheit wühlen? Daraus ist eine Idee entstanden. „Machen wir das doch mal anders, lassen wir doch die Frauen erzählen, die dabei waren!“ Darum ruft sie alle Frauen aus Mittelfranken auf: “Wenn ihr Lust habt, die Vergangenheit wieder zu beleben, uns jetzt am damals teilhaben zu lassen, erzählt eure Geschichten. Schreibt sie auf. Zeigt uns Fotos. Treffen wir uns wieder zu „Stammtischen“ und schwelgen ein bisschen in der Vergangenheit, ohne die wir die Gegenwart nicht hätten – und wagen einen Ausblick in die Zukunft.“

Frauen aus Mittelfranken können sich bei christine.meyer-stepE-Mail-Adressefreenet.de (an)melden. Und natürlich beantworten die Kollegen im Bezirksverband gerne Fragen zur Frauenarbeit und nehmen Anmeldungen zu den Seminaren an.

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