IG BAU - die tun was!


Tarifrunde Bau 2013: Wir sind bereit!


© IG BAU (Jürgen Köster)
22.02.2013
Die Aktiven des Bauhauptgewerbes im BZV Emscher-Lippe-Aa haben die Tarifrunde 2013 eröffnet. Bei ihrer Versammlung Ende Januar trafen sich Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichsten Berufsgruppen aus dem Baugewerbe: Hoch-, Tief- und Ausbaugewerbe, aus Groß-, Mittel- und Kleinbetrieben, aus gewerblichen Berufen ebenso wie aus dem Angestelltenbereich. Sie alle wissen: Erfolg gibt es nur mit Bewegung – und sie sind bereit.

Zum Einstieg gab’s von Branchensekretär Martin Koslowski und Klaus Kaiser, Mitglied der Großen Tarifkommission, Erläuterungen zu den Eckdaten und zur Forderung. Wolfgang Teschlade, Vorsitzender der Fachgruppe Bau, berichtete, dass die Forderungsfindung in Fachgruppenversammlungen vor Ort beraten und an die Tarifkommission weitergeleitet wurde. Obwohl der Fachgruppe im Bezirksverband Emscher-Lippe-Aa zuvor eine andere Art der Lohnerhöhung vorschwebte, nämlich 1,- € pro Stunde, deckt sich ihre Forderung in etwa mit dem demokratischen Beschluss der Großen Tarifkommission.

In einer regen Diskussion machten die Teilnehmer deutlich, dass sie voll hinter den Forderungen

  • 6,6 Prozent mehr Lohn, Gehalt und Ausbildungsvergütungen
  • stufenweise Angleichung der Einkommen im Osten an das Westniveau
  • Streichung von Öffnungsklauseln und Absenkungsmöglichkeiten Erhöhung der Branchen-Mindestlöhne
  • garantierte Übernahme der Auszubildenden
  • fairen Übergang in die Rente regeln

stehen.

Insbesondere erwarten sie eine deutliche Einkommensverbesserung, denn die steigenden Preise im Allgemeinen und die Kosten für Energie, Miete und Lebensmittel im Besonderen, halten mit der Einkommensentwicklung nicht Schritt. Es gilt, das Familieneinkommen zu sichern.

Aus den Betrieben berichteten die Kolleginnen und Kollegen über eine gute Auftragslage, häufig eine Überalterung der Belegschaft, Bedarf an guten Facharbeitern und den immer stärker werdenden Arbeitsdruck. „Das ist die beste Ausgangssituation für unsere Tarifbewegung“, meinte Wolfgang Teschlade, „das zeigt den Arbeitgebern, dass sie uns brauchen. Wir müssen nun deutlich sagen, was wir wert sind und Flagge zeigen für gerechtes Einkommen!“

„Jetzt geht’s los“! Die Kolleginnen und Kollegen stehen voll hinter der Forderung ihrer Gewerkschaft und werden sie vor Ort unterstützen!

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