Faire Arbeit Jetzt


„Man wäre ja schön blöd, ...

Jan Plonies, Auszubildender im Straßenbau, Limburg, IG BAU-Mitglied seit 2012
Jan Plonies, Auszubildender im Straßenbau, Limburg, IG BAU-Mitglied seit 2012 © IG BAU (zplusz)
30.07.2014
... wenn man auf das Geld verzichten würde, was einem zusteht. Darum sollte jeder Beschäftigte darauf achten, dass er richtig eingruppiert ist“, sagt Jan Plonies, Straßenbau-Auszubildender bei der STRABAG AG in Limburg. Beschäftigte haben je nach Berufserfahrung und ausgeführten Tätigkeiten Anspruch auf Entlohnung anhand einer bestimmten Lohngruppe – aufgeführt im Tarifvertrag. Entscheidend ist, dass sie bei Arbeitsbeginn in die richtige Lohngruppe eingruppiert werden.

„Der Trend geht in größeren Unternehmen in Richtung korrekte Eingruppierung, in kleineren Unternehmen klappt das seltener“, sagt der 25-Jährige. „Oft wissen Beschäftigte gar nicht, was Lohngruppe drei oder vier ist. Mehr Aufklärung ist darum ganz wichtig, vor allem für die junge Generation.“ Für deren Interessen setzt sich Jan Plonies als Konzern-Jugend- und Auszubildendenvertreter (KJAV) der STRABAG ein.

„Im Bauhauptgewerbe haben wir es wegen der niedrigen Einstiegslöhne schwer, Auszubildende zu finden. Würden alle Unternehmen ihre Beschäftigten richtig eingruppieren, wäre das einfacher“, ist er überzeugt. „Darum sollten alle Mitarbeiter Courage zeigen für faire Arbeit.“

Doch aus Angst, ihren Job zu verlieren, hätten sich selbst erfahrene Beschäftigte damit abgefunden, dass sie nach zu niedrigen Lohngruppen bezahlt werden. „Wenn Jüngere ihre Rechte einfordern, werden die Älteren auch sehen, dass es geht“, rät er den Betroffenen.

Ein Beitrag aus der IG BAU-Mitgliederzeitschrift "Der Grundstein/Der Säemann", Ausgabe 7-8/2014.

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