Tarife


Steine- und Erdenindustrie Hessen: Zweite Tarifverhandlung ohne Ergebnis vertagt


© IG BAU (Alexander Paul Englert)
18.05.2018
Am 17. Mai fand die zweite Verhandlungsrunde zum Entgelttarifvertrag für die Steine- und Erdenindustrie Hessen statt. Die Tarifkommission der IG Bauen-Agrar-Umwelt hat noch einmal ihre Forderungen für die diesjährige Tarifrunde vorgetragen:
  • Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten.
  • Deutliche Anhebung der Ausbildungsvergütungen.
  • Übernahme der Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung.
  • Erste Schritte zur Verbesserung der Altersvorsorge (u.a. Arbeitgeberzuschuss).
  • Zusätzliche Einmalzahlungen für IG BAU-Mitglieder (Differenzierungsklausel).

Die Arbeitgeber legten zwar im Laufe der Verhandlungen ein neues Angebot auf den Tisch, dieses wurde aber als noch immer völlig unzureichend von der IG BAU-Tarifkommission abgelehnt:

  • Eine Laufzeit von 24 Monaten, vom 1. April 2018 bis 31. März 2020.
  • Erhöhung der Entgelte ab 1. Juni 2018 um 2,5 Prozent und ab 1. Juni 2019 um weitere 2,1 Prozent.
  • Überproportionale Anhebung der Ausbildungsvergütungen ohne konkrete Zahlen.
  • Keine zusätzlichen Einmalzahlungen für IG BAU-Mitglieder.
  • Zur Verbesserung der Altersvorsorge soll eine technische Kommission den Tarifvertragsparteien einen Lösungsvorschlag nach Abschluss der Entgeltverhandlungen erarbeiten und vorlegen.

Trotz intensiver Verhandlungen bis in die frühen Abendstunden konnte kein Ergebnis erzielt werden.

Die Verhandlungen werden am 25. Juni fortgesetzt.